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Parasiten, nein danke!

In puncto Krankheiten standen in jüngster Zeit vor allem Corona, RSV, Influenza, MRSA und diverse Bakterien im Fokus. Andere Erreger rückten dadurch eher in den Hintergrund. Dazu gehören auch Parasiten wie Läuse, Zecken und Würmer. Es gibt sie aber nach wie vor, und einige sind durchaus lebensbedrohlich.

Unter Parasiten versteht man Organismen und Lebewesen, die ein anderes Lebewesen als Wirt verwenden, entweder für Nahrungszwecke oder für die eigene Vermehrung. Die bekanntesten Vertreter dieser Spezies sind Läuse und Zecken. Weniger im Fokus sind dagegen Würmer, und wenn, dann eher bei Haustieren als bei Menschen.

Eine wichtige Unterscheidung bei den Parasiten ist der Ort, den sie sich für ihr Schmarotzertum aussuchen: Einige tun dies auf der Haut (Ektoparasiten), andere im Körper, also unter der Haut (Endoparasiten).

Läuse und Zecken sind typische Ektoparasiten: Sie stechen oder beißen sich in die äußeren Hautschichten des Opfers und saugen Blut, das ihnen als Nahrung dient. Diese Wunden sorgen bei der betroffenen Person für Juckreiz. Zecken können zusätzlich gefährliche Erreger wie Borrelien oder das FSME-Virus übertragen.

Würmer sind Endoparasiten und kommen meist im Darm vor

Sehr viel problematischer sind demgegenüber die Endoparasiten. Meist handelt es sich dabei um Würmer. Unter den verschiedenen Arten sind die Faden- und Bandwürmer die häufigsten. Eine besonders häufige Fadenwurmart ist der Madenwurm.

Madenwürmer werden etwa einen Zentimeter lang. Sie sind weißlich-beige. Typisch ist ihre lebhafte Kriechtätigkeit. Die Würmer leben im Darm des Wirtes und können im Stuhl oder am After mit bloßem Auge wahrgenommen werden. Ein typisches Symptom ist vor allem nächtliches Afterjucken. Betroffen sind meist Kinder.

Die Eier gelangen über den Mund in den Dünndarm. Dort schlüpfen die Larven und wandern weiter in den Dickdarm. Nach zwei bis sechs Wochen sind sie soweit, dass sie selbst Eier ablegen können. Dazu wandern sie insbesondere in den Schlafphasen des Wirtes aus dessen Enddarm und kleben die Eier an den Afterrand (perianale Eiablage). Der dadurch entstehende Juckreiz verleitet zum Kratzen, wodurch die Eier verteilt werden und im Zuge einer Autoinfektion über die Hände wieder in den Darm gelangen. Da die Würmer allerdings nur eine Lebensdauer von 100 Tagen haben, kann die Parasitose relativ leicht beendet werden.

Wichtig ist vor allem eine gute Hygiene, wobei auch die Fingernägel kurz geschnitten werden sollten. Unterwäsche sollte täglich gewechselt und bei mindestens 60 Grad gewaschen werden. Gemeinsame Benutzung von Handtüchern und Waschlappen ist tabu.

Ergänzend kann eine antiparasitäre Therapie mit hochwirksamen und in der Regel gut verträglichen Arzneimitteln dem Spuk ein Ende bereiten. Dabei sollten auch andere Haushaltsmitglieder mitbehandelt werden, auch wenn diese selbst keine Symptome haben.

Je nach Art der Würmer und Schwere des Befalls empfehlen die Apothekerinnen und Apotheker der ApoLife Apotheke Ihnen geeignete hochwirksame Präparate und stehen Ihnen mit wertvollen Tipps zur Parasitenbekämpfung gerne zur Seite.