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Haarausfall

Ob Mittelscheitel, Pagenkopf, Vokuhila, Dauerwelle, Dreadlocks oder Sidecut, um nur einige der Frisurstile der letzten Hundert Jahre zu nennen – die Möglichkeit, den persönlichen Stil mittels der Haarpracht zu prägen oder zu verändern, haben leider nicht alle. Denn viele Österreicher und auch Österreicherinnen leiden an Haarausfall aus den unterschiedlichsten Gründen. Gegen manche Ursachen ist man einfach machtlos, aber gegen einige gibt es wirksame Hilfe aus der Rat & Tat Apotheke.

Welche Funktion haben unsere Haare?

Unsere Körperbehaarung hat im Laufe der Evolution etwas von ihrer Bedeutung verloren. Die Kopfhaare hingegen dienen nach wie vor der wichtigen Wärmeregulation sowie dem Sonnenschutz. Wie viele Haare sich dabei der Kälte bzw. den Sonnenstrahlen in den Weg stellen, hängt ganz von der natürlichen Haarfarbe ab. Bei brünetten Menschen liegt die Anzahl durchschnittlich bei ca. 100.000 Haaren, während Blonde deutlich mehr (140.000) besitzen und Rothaarige etwas weniger (85.000). Pro Quadratzentimeter Kopfhaut können übrigens bis zu 200 Haare gezählt werden.

Wachstum …

Was wir von einem Haar sehen, ist nur ein Teil. Im Inneren des Körpers befindet sich die Wurzel mit Nervenfaserung und wichtigen Blutgefäßen. Sie sind unverzichtbar dafür, dass unsere Haare pro Monat rund einen Zentimeter wachsen. Jedes Haar kann mehrere Jahre alt werden, eine Länge von mehr als einem Meter ist jedoch eher ungewöhnlich. Der Wachstumszyklus sieht in etwa so aus: Zu Beginn findet die sogenannte Wachstumsphase statt. 85 % unserer Haare befinden sich in diesem Zustand. Danach folgt eine kurze Übergangsphase, in der das Wachstum eingestellt wird, und schließlich die Ruhephase, die zwei bis vier Monate dauert. Nun fällt das alte Haar aus und der Kreislauf beginnt von Neuem, wobei jeder Haarfollikel bis zu 30 solcher Zyklen durchmachen kann.

… und Verlust

Wenn man Haare auf dem Kopfkissen oder in der Badewanne findet, muss man nicht gleich in Panik verfallen. Jeder Mensch verliert rund 100 Haare pro Tag, und das ist ganz normal. Problematisch wird es erst, wenn durch verschiedenste Faktoren ein verfrühtes und plötzliches Ende der Wachstumsphase erfolgt. Liegt die Zahl über einen längeren Zeitraum weit darüber, muss man von einem Haarausfall (Effluvium) ausgehen. Je nach Auslöser, Verlauf und Behandlungsmöglichkeiten unterscheidet man hier verschiedene Arten, auf die wir nun im Detail eingehen wollen.

Androgenetischer Haarausfall

Diese, am häufigsten vorkommende Form hat ihre Ursache im erblich-hormonellen Bereich.
Betroffen sind vorwiegend Männer, und dieses Leiden ist weit verbreitet. Androgenetische Alopezie, wie die Erkrankung medizinisch heißt, kann ab dem 18. Lebensjahr oder seltener bei Frauen in höherem Alter auftreten.
Die Ursache dafür liegt in einer Überempfindlichkeit der Haarfollikel gegenüber einem männlichen Sexualhormon (= Androgen). Bei Männern handelt es sich um Dihydrotestosteron, einer Umbauform des Testosterons, während der weibliche Organismus ein Problem hat, Androgene in Östrogene umzuwandeln, wodurch ein diesbezügliches Übergewicht entsteht. Unausweichliche Folge: Die Wachstumsphasen werden kürzer und die nachwachsenden Haare immer feiner, bis schließlich gar keine Haare mehr nachwachsen. Dadurch kommt es bei Männern zur Bildung von Geheimratsecken, Tonsur bis hin zur vollständigen Glatze. Frauen hingegen leiden zumeist unter einer Lichtung des Scheitels.

Um dieser Form des Haarausfalls wirksam zu begegnen, empfiehlt sich eine äußerliche Behandlung mit einer Minoxidil-Lösung. Sie kann bei einer langfristigen Anwendung (mindestens sechs Monate) den Haarverlust stoppen und bei 30 % der Betroffenen sogar ein Neuwachstum bewirken. Minoxidil ist zwar eigentlich ein Blutdrucksenker, jedoch wurde als Nebenwirkung bei den Patienten ein gesteigerter Haarwuchs beobachtet, der auch bei der äußeren Anwendung eintritt.
Bei Frauen hat sich eine ärztliche Rezeptur mit 17alphaEstradiol als zweiter Wirkstoff bewährt. Zudem existieren von der Wirkung her ähnliche Lösungen und Anwendungen mit Aminexil, welche die Ruhephase im Haarzyklus verkürzen.
Für Männer gibt es eine weitere Option: rezeptpflichtige Finasterid-Tabletten zum Einnehmen, um die Umwandlung von Testosteron in Dihydrotestosteron zu verhindern.

Kreisrunder Haarausfall

Bei dieser Form der Alopezie treten scharf begrenzte, runde, kahle Stellen am Kopf oder im Bereich des Bartes auf. Als Ursache werden Autoimmunstörungen angenommen, die in den meisten Fällen als Reaktion auf Stress auftreten, jedoch auch bei Kindern und Jugendlichen vorkommen können. Minoxidil kann auch hier wirksam sein, jedoch sollte für die Behandlung unbedingt ein Facharzt konsultiert werden. Interessanterweise kann sich kreisrunder Haarausfall durchaus auch zurückentwickeln, wobei die neuen Haare zunächst ohne Farbe und dann wieder ganz normal nachwachsen.

Diffuser Haarausfall

Er kommt meist im Erwachsenenalter und häufiger bei Frauen vor. Hier zeigt sich eine allgemeine Verringerung der Haardichte, allerdings ohne dass gänzlich kahle Stellen entstehen. Die Ursachen können Stress, erbliche Vorbelastung, einseitige Ernährung, hormonelle Schwankungen, Schwangerschaft, Infektionen wie Scharlach oder schwere Grippe, bestimmte Medikamente (Blutdruck- und Cholesterinsenker, Antidepressiva, Blutgerinnungshemmer) und Entzündungen der Kopfhaut – z. B. Psoriasis – sein.

Allen Arten von Haarausfall gemeinsam ist die verlängerte Ruhepause im Wachstumszyklus. Haare fallen aus, ohne dass neue nachwachsen. Eine wesentliche Rolle dabei spielt fast immer die Nährstoff-Unterversorgung der Wurzeln. Deshalb sollte ein spezielles Augenmerk auf die Ergänzung mit wichtigen Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen gelegt werden. Eine hervorragende Möglichkeit, den Organismus in diesem Bereich optimal zu unterstützen, finden Sie in Ihrer Rat & Tat Apotheke: ApoLife 2 Haare, Haut und Nägel stärkt mit den enthaltenen B-Vitaminen, Zink, Biotin, L-Cystin, Pantothensäure die Haarwurzeln und regt zudem das Wachstum an. Ebenfalls bewährt haben sich Schüßlersalze sowie pflanzliche Shampoos und Haarwässer. Ihre Rat & Tat Apothekerinnen und Apotheker stehen Ihnen auch bei dieser „haarigen“ Angelegenheit jederzeit mit fachlicher Kompetenz und wirksamen Produkten zur Seite.